Ausstellung
vom 12. September bis 23. Oktober 2026


Zwei grundverschiedene Arbeitsansätze finden in dieser Werkschau zusammen.
Die Kunst Boogie Hebels beschränkt sich auf die Verwendung schwarzer Farbe, aufgetragen auf Leinwände mit Spachteln und Rakeln in Schichtungen, die häufig seriell gefassten Bewegungsmustern folgen. Komplexe netzartige Strukturen suggerieren Raumtiefe und Plastizität und berichten, wie sie entstanden sind. Und geben Aufschluss über unsere Wahrnehmung.
Ralf Scherer widmet sich in seiner Fotografischen Arbeit dem Menschen. Technisch ist er der klassischen schwarz-weiß – Fotografie verbunden, was seinen Bildgegenständen eine besondere Prägnanz verleiht. Die Aufnahmen entstehen spontan ohne Arrangements oder Nachbearbeitungen und verführen uns in Geschichten von hoher poetischer Kraft.
Augenscheinlich besteht zwischen beiden Künstlern eine Parallele insofern, als sie gänzlich auf Farbwerte verzichten. Allerdings finden wir im Vergleich eine Fülle von wertvollen Hinweisen über die Auffassungen von Poesie, Zeit, Struktur und Erzählungen, die den Betrachter in den Bann ziehen.
Reinhard Lättgen, Vorsitzender des Kunstverein Rhein-Sieg