Aktuell
31.10. bis 5.12.2026
Folgende Ausstellungen sind parallel im Pumpwerk zu sehen:
Den perfekten Schwung haben wir schon als Kinder auf der Schaukel gesucht und immer mal wieder auch gefunden. Der richtige Schwung zum Abspringen, um möglichst weit nach vorne zu fliegen und gut zu landen, erfüllt uns mit Leichtigkeit und Freude.
Als Künstlerinnen sind wir diesem richtigen, dem stimmigen Schwung wieder auf der Spur, auf dem Malgrund und im Raum. Weil es herausfordert und weil es Freude macht, wenn der gefundene Schwung stimmt.

„Alle Kunst erschafft Empfindungsräume,“ ist eine Behauptung des Kunsthistorikers Ernst Gombrich, „in die man sich einfühlen kann“. Demgemäß gestaltet ist der Raum, in welchem sich die Werke von Christoph Steeger und Günter Muth paarig gegenübergestellt finden.
Die Erschließung der emotionalen Dimensionen der Einzelwerke führt zur Entschlüsselung des Rätsels, was sie verbindet, was ihre parallelen Anliegen sind. Formale Verwandtschaften aber auch feine Schwingungen sind zu entdecken in der Stille der Räume im Pumpwerk unter der Erde.

Was entsteht, wenn 24 Künstler:innen über Grenzen hinweg in einen gemeinsamen kreativen Dialog treten? In der Ausstellung im Pumpwerk Siegburg begegnen wir ab dem 31.10.2026 den Ergebnissen eines künstlerischen Experiments, in dem transnationale Partnerschaften,
persönliche Material-BOXen und parallele Aktionen an unterschiedlichen Orten zu einem offenen Prozess gemeinschaftlicher Kunst werden.
Walbrodt | John Webster | Delfino Corti | Ekaterina Valeryanova | Irene Gravender | Dagmar vom Grafen Conolly | Heike Pander | Galya Popova | Victoria Cozmolici | Ulla Schirmbeck | Nicole Heidel | Anja Schindler | Stefanie Eins | Anja Kleemann-Jacks | Miranda Miller | AnnA Nim | Ricarda Rommerscheidt | Anne Griffiths | Albert Gehret | Stefanie Pung | Mark Clay | Isabel Maria Da Rocha | Consuelo Mendez | Holger Zimmermann | Irene Gavilanes | Christoph Hirtz

Vorschau

In unserer künstlerischen Arbeit beschäftigen wir uns mit Momenten, in denen das vermeintlich Stabile bricht, Ordnungen sich auflösen und das Unvorstellbare Wirklichkeit werden kann. Der Ausstellungstitel Worst Case benennt den Punkt, an dem Kontrolle, Sicherheit und Planung versagen – und sichtbar wird, wie unvorhersehbar Ordnungssysteme, natürliche Kreisläufe und Lebensformen auf Ausnahmesituationen reagieren können.
Unsere Arbeiten entstehen in der Auseinandersetzung mit Krisenerfahrungen: ökologischen Katastrophen, gesellschaftlichen Erschütterungen und individuellen Grenzsituationen. Aber auch die alltäglichen kleinen Enttäuschungen, falschen Entscheidungen
und Unwuchten im Leben finden Aufmerksamkeit. Uns interessiert, wie diese Ereignisse Spuren hinterlassen – in Landschaften, Körpern, Dingen und im Denken.
Nicht alles unter dem Titel „Worst Case“ muss im Pessimismus enden. Aus der Konfrontation mit dem Schlimmsten ergibt sich auch immer ein klarer Blick auf die gegenwärtige Realität und den damit verbundenen Handlungsspielraum.