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Willi Krings : video ergo sum - Raum Inszenierung Video
Ausstellung vom 19. März - 29. April 2011

video ergo sum
Das Motto der Ausstellung des Künstlers Willi Krings aus dem Rhein-Sieg-Kreis ist an dem bekannten Wort des französischen Philosophen Descartes („cogito ergo sum“ – ich denke, also bin ich) angelehnt. Video ergo sum – ich sehe, also bin ich.

Und was sieht der Künstler, was sehen die Besucherinnen und Besucher ? Das Video, also der Film, aufgenommen mit der Kamera, konserviert auf Videobändern und DVDs, abgespielt auf diversen Fernsehgeräten, auch mit dem Beamer.

Krings nutzt für seine Ausstellung die besondere Architektur des Pumpwerks: Noch im Tageslicht, im Obergeschoss, sind die ersten Filme in aufgetürmten Monitoren einer sich kämmenden Frau unter blauem Himmel („Haare kämmen“) zu sehen. Diese Frau trifft man im Übrigen später auf dem Rundgang durch’s Haus leibhaftig beim Kämmen wirklicher Haare an (Tina Golinske). Neben langer Macro-Einstellung des Kämmens sieht man gleichzeitig riesige Braunkohlenbaggerschaufeln die Erde zerfurchen.

Im Stockwerk darunter wird der Besucher auf einen Ausflug entlang der Sieg mitgenommen. Alle Wege, die ursprünglich eine Gruppe von Radfahrern abgeradelt hat, werden jetzt nach abstrakter Bearbeitung auf den damals mitgeführten Fernsehern gezeigt.

„Z’s Raum“ – so der Titel der Inszenierung im zweiten Untergeschoss. Ein geheimnisvoller Raum mit verlassener Schlafstatt eines geheimnisvollen Menschen. Wasser - Hochwasser, tiefes, stürzendes Wasser, Überschwemmung – das ist das Motiv dieses Ausstellungsteiles, und dazwischen ein verlorener Mensch.

Im kleinen „Kabinett“ des Pumpwerks kommt man zur Erholung und Erbauung zu einem Aquarium mit virtuellen Fischen.

Der Aufstieg ans Tageslicht führt den Betrachtenden zum Ende des Rundganges zum Informationsraum, in dem 20 großformatige Tafeln Zeugnis von Krings Videoarbeiten aus den vergangenen zwei Jahrzehnten ablegen.

Mit seinen Arbeiten ist Willi Krings, Absolvent der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf in der Mal-Klasse von Rupprecht Geiger, nicht nur in der Region sondern auch weit darüber hinaus bekannt geworden.

Die Einführung zur Ausstellung hält Lambert Becker, Künstler und Kunstpädagoge aus Düsseldorf, und Kenner und Begleiter der Krings’schen Kunst seit mehr als 30 Jahren.

Hier finden Sie die Einladung zur Ausstellung (PDF)

Nähere Informationen erhalten Sie auch im Büro des Kunstvereins im Pumpwerk Siegburg